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Häufig gestellte Fragen

Bekomme ich AVZ auch bei der Teilnahme an nicht mandatierten Auslandseinsätzen?

Auch für die Teilnahme an einsatzgleichen Verwendungen der Bundeswehr (z. B. enhanced Forward Presence in Litauen) erhalten Anspruchsberechtigte AVZ nach § 56 Abs. 1 Nr. 3 BBesG. Dies wird auf dem Erlasswege von BMVg P III 2 geregelt. Da es sich hier – wie bei den mandatierten Auslandseinsätzen auch – um einen gesetzlichen Anspruch handelt, ist eine gesonderte Antragstellung nicht erforderlich.

Bis zur Realisierung der Zahlbarmachung im PersWiSysBw wird der AVZ bei einsatzgleichen Verwendungen wie in der Vergangenheit bei den mandatierten Auslandseinsätzen zunächst noch außerhalb des PersWiSysBw zur Auszahlung gebracht.

Eine Auflistung der einsatzgleichen Verwendungen finden Sie in unter der Rubrik „Weiterführende Informationen“.

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Erhalte ich als Reservist / Freiwilligen Wehrdienst Leistender sowohl den Auslandszuschlag nach § 10 Abs. 2 Unterhaltssicherungsgesetz (USG) bzw. nach § 2 Abs. 2 Wehrsoldgesetz (WSG) und den Auslandsverwendungszuschlag nach § 56 Abs. 1 Bundesbesoldungsgesetz (BBesG)?

Nein! Eine solche Doppelabfindung wurde vom Gesetzgeber nicht vorgesehen. Reservisten, die ihren Standort im Ausland haben, erhalten auf Antrag einen Auslandszuschlag nach § 10 Abs. 2 USG, wenn Soldaten an diesem Ort Auslandsdienstbezüge/Auslandstrennungsgeld erhalten.

Freiwilligen Wehrdienst Leistende erhalten bei einer Verwendung im Ausland doppelten Wehrsold nach § 2 Abs. 2 WSG, wenn Soldaten an diesem Ort Auslandsdienstbezüge/Auslandstrennungsgeld erhalten.

Bei einer Kommandierung in einen mandatierten Auslandseinsatz bzw. an den Ort einer einsatzgleichen Verwendung erhalten Reservisten / Freiwilligen Wehrdienst Leistende - bei Erfüllung der sonstigen Anspruchsvoraussetzungen - von Amts wegen den Auslandsverwendungszuschlag nach § 56 Abs. 1 BBesG.

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Ist der AVZ steuerfrei? Kann er gepfändet werden?

Beim AVZ handelt es sich um Einkünfte aus nicht selbständiger Arbeit im Sinne des § 2 Abs. 1 Nr. 4 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Der AVZ ist nach § 3 Nr. 64 EStG steuerfrei. Er unterliegt nicht dem Progressionsvorbehalt des § 32 EStG.

Der AVZ ist Arbeitseinkommen im Sinne des § 850 der Zivilprozessordnung (ZPO). Nach Maßgabe des § 850a ist der AVZ unpfändbar.

Er ist u. a. bei der Ermittlung des unterhaltsrechtlich maßgebenden Einkommens beim Trennungsunterhalt – je nach Einzelfall – in Teilen zu berücksichtigen.

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Was passiert, wenn ich mehr AVZ bekommen habe als mir zusteht?

Die Zahlung des AVZ wird unter Vorbehalt geleistet – darauf wird auch auf der Bezügemitteilung hingewiesen. Nach Beendigung der besonderen Auslandsverwendung wird durch BAPersBw PA 1.4 eine Schlussabrechnung erstellt: es wird ermittelt, wie hoch der AVZ-Anspruch wirklich war. Hierbei festgestellte Differenzen zwischen der bereits geleisteten AVZ-Zahlungen und dem AVZ-Anspruch führen entsprechend zu einer Nachzahlung oder einer Rückforderung.

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Stand vom: 04.09.18 | Autor: BAPersBw PA 1.4


https://www.personal.bundeswehr.de/portal/poc/pers?uri=ci%3Abw.pers.finanzielles.avz.faq