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Moderne Einsatzkräfte: kompetentes Führen heute und in der Zukunft

Wohin führt die Digitalisierung? Führen und Ausbilden wird weiter einen hohen Stellenwert in den Streitkräften haben.
Wohin führt die Digitalisierung? Führen und Ausbilden wird weiter einen hohen Stellenwert in den Streitkräften haben. (Quelle: Bundeswehr/Christian Vierfuß)Größere Abbildung anzeigen

Ein bis zum letzten Platz gefüllter Saal war am Tag der Ausbilder Schauplatz für ein höchst spannendes Thema der Gegenwart und Zukunft. Fünf erfahrene Führungskräfte diskutierten am letzten Tag des (Aus)Bildungskongresses der Bundeswehr das Führen der Zukunft.

Für Korvettenkapitän Anna Prehn ist Menschenführung ein Privileg. Beim Praxistag Ausbildung diskutierte sie mit vier weiteren Experten.
Für Korvettenkapitän Anna Prehn ist Menschenführung ein Privileg. Beim Praxistag Ausbildung diskutierte sie mit vier weiteren Experten. (Quelle: PIZ Personal/Darius Retzlaff)Größere Abbildung anzeigen

Anforderungen an das Führen

„Für mich ist Führen kein Müssen sondern ein Dürfen!“, sagte Korvettenkapitän Anna Prehn, die zur Zeit ihren Admiralstabslehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr absolviert. In ihrer Zeit als Minenjagdboot-Kommandantin habe sie festgestellt, dass es besonders wichtig sei, auf individuelle Bedürfnisse ihrer Untergebenen einzugehen. Dies sei auch der Schlüssel zu einer facettenreicheren Auftragserfüllung. Staatsrat a.D. Dr. Robert Heller von der Bundesfinanzakademie ergänzte dies mit drei Thesen: „Die Führungskraft muss die Digitalisierung annehmen.“ Des Weiteren sollten sich Führungspersonen an langlebigen Werten wie Vorbild und Verantwortung orientieren. Zu guter Letzt nannte er den Willen einer Führungskraft zur Mitgestaltung als essenziell. Er beobachte als Präsident der Bundesfinanzakademie bei jungen Leuten zudem die Bereitschaft, für das Gemeinwesen einzustehen, die mit einer Sehnsucht nach Sicherheit bei diesen Führungskräften von Morgen verbunden ist.

Drei Thesen von Staatsrat a.D. Dr. Robert Heller: Digitalisierung annehmen, Vorbild und Verantwortung sowie Wille zur Mitgestaltung.
Drei Thesen von Staatsrat a.D. Dr. Robert Heller: Digitalisierung annehmen, Vorbild und Verantwortung sowie Wille zur Mitgestaltung. (Quelle: PIZ Personal/Darius Retzlaff)Größere Abbildung anzeigen

Ausbildung: zivil und militärisch

Allen Experten ist klar: Ausbildung ist der Grundstein für eine bestmögliche Auftragserfüllung. Ausbildung ist vor allem im militärischen Bereich überlebenswichtig.  Ausbildung ist da, um Fehler zu machen und daraus zu lernen. Generalleutnant Markus Laubenthal nannte in diesem Zusammenhang das im Militär weitverbreitete Sprichwort: „Train as you fight!“ Oberstabsfeldwebel Andreas Deppe von der Unteroffizierschule der Luftwaffe fügte hinzu: „Die besten Leute müssen die Ausbilder sein.“ Dafür müsse aber die Ausbildung erweitert werden, um das theoretisch erlangte Wissen auch in die Praxis umzusetzen und zu trainieren.

Zivile und militärische Führungserfahrung. V.l.n.r.: Staatsrat a.D. Dr. Robert Heller, Oberstabsfeldwebel Andreas Deppe, Korvettenkapitän Anna Prehn und Generalleutnant Markus Laubenthal auf dem (Aus)Bildungskongress.
Zivile und militärische Führungserfahrung. V.l.n.r.: Staatsrat a.D. Dr. Robert Heller, Oberstabsfeldwebel Andreas Deppe, Korvettenkapitän Anna Prehn und Generalleutnant Markus Laub… (Quelle: PIZ Personal/Darius Retzlaff)Größere Abbildung anzeigen

Rahmenbedingungen schaffen

„Wir müssen an den Rahmenbedingungen arbeiten“, erklärte Generalleutnant Laubenthal, Abteilungsleiter Führung Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung. Im Einsatz sei die komplette Infrastruktur für alles vorhanden. Dies sei in Deutschland nicht möglich. Man müsse jedoch daran arbeiten, so einsatznah wie nur möglich zu trainieren. Korvettenkapitän Prehn wünscht sich vor allem bei der Einsatzvorbereitung zur Einführung neuer Schiffs- und Bootklassen Simulatoren, um eine noch bessere Ausbildung zu ermöglichen. Dennoch lobte sie mit „BRAVO ZULU“, dass auf die individuellen Bedürfnisse seitens der Marine-Verantwortlichen eingegangen werde.

Gute Ausbilder, Annahme der Digitalisierung und einsatznahe Ausbildung – das seien, so das Fazit der Diskussionsrunde, die wichtigsten Eigenschaften für moderne Einsatzkräfte. Mit diesem, für die Diskutierenden und Zuhörenden, höchst emotionalen Thema startete der Praxistag Ausbildung auf dem (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr.

Volles Haus: Die Diskutierenden füllten den großen Hörsaal zum Start des Ausbildertages auf dem (Aus)Bildungskongress.
Volles Haus: Die Diskutierenden füllten den großen Hörsaal zum Start des Ausbildertages auf dem (Aus)Bildungskongress. (Quelle: PIZ Personal/Darius Retzlaff)Größere Abbildung anzeigen

  • Weitere Informationen

    (Aus)Bildungskongress 2019

    (Aus)Bildungskongress 2018

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Stand vom: 05.09.2019 | Autor: 


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