Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Archiv > Beiträge aus 2019 > September 2019 > Daddeln befohlen – mit mobilem Lernen zum Erfolg

Daddeln befohlen – mit mobilem Lernen zum Erfolg

Spielerische Weiterbildung und Vertiefung in der Ausbildung des Sanitätsdienstes: „SanTrain“ macht's möglich.
Spielerische Weiterbildung und Vertiefung in der Ausbildung des Sanitätsdienstes: „SanTrain“ macht's möglich. (Quelle: PIZ Personal/Darius Retzlaff)Größere Abbildung anzeigen

Mobile Learning als eine der Möglichkeiten für flexibles Training von Einsatzkräften. Das beweist die aktuelle Kooperation zwischen der Sanitätsakademie der Bundeswehr (SanAk Bw) und der Universität der Bundeswehr München (UniBw M). Das Projekt „SanTrain“ ist ein digitales Training für Einsatzersthelfer mit der Qualifikation „Bravo“. Hinzu kommt die Idee, weitere militärische Themen den Soldaten künftig mobil zur Verfügung zu stellen.

„Zielgruppe sind alle, die mit digitalen Medien groß geworden sind“, sagt Hauptmann Aline Dobrovsky von der SanAk Bw. Durch die Verbreitung mobiler Endgeräte in der Arbeitswelt wird Mobile Learning für die berufliche Aus- und Weiterbildung bedeutungsvoller.  „Die Idee dahinter ist, mobile, flexible, zukunftsorientierte Ausbildung von Einsatzkräften in den Alltag der Soldaten zu integrieren“, fügt Thomas Gebhardt von der Fakultät für Informatik der UniBw M hinzu.

Mobile Learning künftig in den Dienstalltag der Bundeswehr integrieren ist das Ziel des Projektteams „SanTrain“. V.l.n.r.: Thomas Gebhardt und Hauptmann Aline Dobrovsky
Mobile Learning künftig in den Dienstalltag der Bundeswehr integrieren ist das Ziel des Projektteams „SanTrain“. V.l.n.r.: Thomas Gebhardt und Hauptmann Aline Dobrovsky (Quelle: PIZ Personal/Darius Retzlaff)Größere Abbildung anzeigen

Das Projektteam verspricht sich von ihrem Workshop beim (Aus)Bildungskongress 2019 nicht nur einen regen Austausch mit Kameraden und Kameradinnen, sondern auch Inspiration und Erkenntnisse. Ihr langfristiges Ziel ist es, weitere Themenbereiche in der Bundeswehr, die sich gut für ein App-Format eignen, als Mobile Learning der Truppe zur Verfügung zu stellen. „Gut gestaltete mobile Spiele können Wissen, Ziele und Werte vermitteln“, so Dobrovsky.

Mobile Weiterbildung für den eigenen Beruf

„Abwechslungsreich und leicht verständlich soll das Lernen via App sein“, so Gebhardt. Wichtig sei dabei auch, dass das Lernen adaptiv gestaltet wird und sich der Schwierigkeitsgrad nach den bisherigen Antworten richtet. „Mit dem Forschungsprojekt „SanTrain“ kann man spielend lernen, welche Verletzung mit welcher Behandlungsmethode behandelt werden kann“, erklärt Hauptmann Dobrovsky.

„SanTrain“ vertieft die Kenntnisse
„SanTrain“ vertieft die Kenntnisse (Quelle: PIZ Personal/Darius Retzlaff)Größere Abbildung anzeigen

Das Projekt läuft noch bis voraussichtlich 2022. Die Idee dazu war aber bereits 2011 geboren. Zu Test- und Forschungszwecken wird „SanTrain“ bereits in der Truppe eingesetzt. Zum Beispiel in den Ausbildungssimulationszentren des Sanitätsdienstes in Berlin, Hamburg und Dornstadt.

Was möchten Einsatzkräfte und was brauchen Sie?

Die potenziellen Nutzer wünschen sich keine erschlagenden oder unnützen Inhalte. „Keine Zeit- oder Akkufresser und einen guten Datenschutz“, kommt als Stimme aus dem Publikum. Natürlich sollen aber auch die Lernziele klar und verständlich sein. An oberster Stelle steht aber auch die Benutzerfreundlichkeit. „Intuitiv und offline-fähig“, nennt ein weiterer Teilnehmer seine Anforderungen.

Die Teilnehmenden diskutieren angeregt zu positiven und negativen Beispielen von App-Lösungen
Die Teilnehmenden diskutieren angeregt zu positiven und negativen Beispielen von App-Lösungen (Quelle: PIZ Personal/Darius Retzlaff)Größere Abbildung anzeigen

Für die Grundausbildung würde sich Mobile Learning eignen, um allgemein militärische Themen zu vertiefen: „Inhalte wie Auftrag, Dienstgrade, Soldatengesetz oder Vorgesetztenverordnung könnten damit  theoretisch und spielerisch vertieft werden“, zeigt einer der Teilnehmenden auf. In diesem Zusammenhang wurde auch Orientieren im Gelände mit Verknüpfung von Karte und Kompass genannt.

„Für die Weiterentwicklung unseres Projektes haben wir die Gelegenheit genutzt, Einsatzkräfte direkt zu befragen, was sie beschäftigt und welche Themen Sie sich wünschen würden. Der Ausbildungskongress war eine gute Gelegenheit dazu“, fasst Hauptmann Dobrovsky zusammen.

Ideen der Teilnehmenden waren gefragt, um neue Themen zu entwickeln, die als Mobile Learning umgesetzt werden können
Ideen der Teilnehmenden waren gefragt, um neue Themen zu entwickeln, die als Mobile Learning umgesetzt werden können (Quelle: PIZ Personal/Darius Retzlaff)Größere Abbildung anzeigen

  • Weitere Informationen

    (Aus)Bildungskongress 2019

    (Aus)Bildungskongress 2018

Fußzeile

nach oben

Stand vom: 05.09.2019 | Autor: 


https://www.personal.bundeswehr.de/portal/poc/pers?uri=ci%3Abw.pers.archiv.arch2019.sep19&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB120000000001%7CBFQJ2M612DIBR