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Vom Spitzensport ins Personalmanagement

Hauptfeldwebel Simone Mathes ist Personalführungsfeldwebel und betreut rund 600 Soldaten. (Quelle PIZ Personal/Harry Funk)Größere Abbildung anzeigen

Köln, 12.01.2016, PIZ Personal.
Wie das Leben so spielt: Es gibt Menschen, die machen eine Ausbildung, arbeiten ein Leben lang im gleichen Büro und gehen dann zufrieden in Rente. Aber es gibt auch Menschen wie Simone Mathes. Die gelernte Augenoptikerin erlebte eine aufregende Zeit als Leistungssportlerin bei der Bundeswehr und ging dann in einen ganz anderen Bereich: Sie ist Personalführerin im Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr. Dabei benötigt sie zwar nicht so viel Kraft wie beim Hammerwurf, aber es rund 600 anderen Soldaten recht zu machen, kann auch manchmal schweißtreibend sein.

Ein Computer und ein Headset zum Telefonieren sind die Hauptutensilien welche Hauptfeldwebel Simone Mathes täglich bei der Arbeit nutzt. Doch das war nicht immer so. Beginnen wir mit ihrer Kindheit: Mathes hat zwei Brüder. „Mit den beiden Jungs habe ich schon immer viel Sport gemacht“, berichtet sie. Bereits mit zehn Jahren startete sie im Verein mit der Leichtathletik. Mit ihrem Talent in Koordination und Schnellkraft spezialisierte sie sich dann auf den Hammerwurf. 1997 wagte Mathes den gleichen Schritt wie ihr großer Bruder: als Spitzensportlerin ging sie zur Bundeswehr. Mit der Bundeswehr als Arbeitgeber erfuhr sie viel Unterstützung. Sie stellte unter anderem den deutschen Rekord im Hammerwurf auf und nahm an nationalen und internationalen Wettkämpfen teil.

Ein Foto aus ihrer aktiven Zeit. Unter anderem wurde sie für ihre Leistungen mit dem silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. (Quelle: Privat/)Größere Abbildung anzeigen

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Ein neuer Lebensabschnitt beginnt: Sport und Personalbearbeitung

Mit 30 Jahren verabschiedete sich Mathes vom Spitzensport und hatte sich zum Ziel gesetzt, eine Tätigkeit im Personalbereich aufzunehmen. Nun stand sie vor der Wahl: Suche ich mir einen neuen Arbeitgeber oder bleibe ich der Bundeswehr treu? Sie entschied sich für die Bundeswehr. Ein Jahr später wurde sie zur Berufssoldatin ernannt. „Mein neues Dienstzeitende lautet nun 2030. Bis dahin ist es noch eine lange Zeit. Meine Wahl für die Bundeswehr habe ich aber noch kein einziges Mal bereut.“, berichtet Mathes. Den Sport ließ sie dabei nicht links liegen. Als Leichtathletiktrainerin bei Bayer 04 Leverkusen gab sie ihre Erfahrungen an den Nachwuchs weiter: „Das war eine sehr schöne Zeit, die ich nicht missen möchte und ein super Ausgleich zur Schreibtischarbeit.“

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Die Herausforderungen in der Personalführung

Zehn Jahre ist die Berufssoldatin nun in ihrem Bereich tätig. Ihr Büro hat sie im Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr in Köln. Als Personalführungsfeldwebel plant sie den Werdegang der Unteroffiziere im Zentralen Sanitätsdienst. Unter anderem ist sie für die Krankenpfleger und Krankenschwestern in drei Bundeswehrkrankenhäusern zuständig. Insgesamt sind das rund 600 Soldaten.

Im Team mit dem Sachgebietsleiter, Kapitänleutnant Holger Flick, führt Mathes Personalgespräche. (Quelle: PIZ Personal/Harry Funk)Größere Abbildung anzeigen

„Bei anstehenden Personalentscheidungen versuche ich immer das Beste für den Soldaten und die Bundeswehr herauszuholen.“, versichert Mathes und ergänzt: „Für mich ist es oft eine Herausforderung, zum einen den Personalbedarf der Bundeswehr, zum anderen die Wünsche der Betroffenen unter einen Hut zu bringen. Im persönlichen Gespräch lassen sich aber viele Steine aus dem Weg räumen. Das macht Spaß und motiviert."

Absprachen mit Kollegen gehören zum Tagesablauf dazu. (Quelle: PIZ Personal/Harry Funk)Größere Abbildung anzeigen

Da die Bundeswehr nicht nur Berufssoldaten, sondern zum größeren Teil Zeitsoldaten beschäftigt, ist eine ständige Bewegung in der Personalplanung. Wenn ein Dienstposten frei wird, ist der Personalführer dafür verantwortlich die Stelle neu zu besetzen. Dabei gibt es nicht nur attraktive Standorte in großen Städten, sondern auch Orte, die auf der Wunschliste der Soldaten nicht ganz oben stehen. Hier schaut Mathes dann nach Kameraden, welche beispielsweise ihre familiären Wurzeln im Umkreis haben. In Personalgesprächen zeigt sie den Sanitätsunteroffizieren die möglichen Wege ihrer Zukunft auf. Kompromissbereit werden in diesen Einzelgesprächen verschiedene Optionen veranschaulicht und schriftlich festgehalten. Außerdem gehört es zu ihrer täglichen Arbeit, Anträge auf Elternzeit und Teilzeit zu bearbeiten und die Weiterbildungen zum Fachkrankenpfleger zu planen. Wie im Leistungssport, ist sie auch als Personalführerin bestrebt, das bestmögliche Ergebnis für alle zu erzielen.

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Stand vom: 13.01.16 | Autor: 


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