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Bewerberzahlen auf hohem Niveau

Im Einstellungsjahr 2015 konnte die eine Bedarfsdeckungsquote von 97 Prozent erreicht werden.

Im Einstellungsjahr 2015 konnte die eine Bedarfsdeckungsquote von 97 Prozent erreicht werden. (Quelle PIZ Personal Archiv)Größere Abbildung anzeigen

Köln, 02.03.2016.
Die Bundeswehr ist bei jungen Menschen ungleich attraktiver, als es manche Behauptungen vermuten lassen. Im vergangenen Jahr konnten fast 97 Prozent des Bedarfs gedeckt werden. In den Laufbahnen der Offiziere und der Feldwebel des Truppendienstes konnten alle offenen Stellen besetzt werden.

Hinsichtlich der Bewerberlage steht die Bundeswehr vor großen Herausforderungen: Aufgrund der sich rückläufig entwickelnden Geburtsjahrgänge schrumpft nicht nur die Zielgruppe. Bei der Suche nach den „klügsten Köpfen und den geschicktesten Händen“ aus der Gruppe von potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern steht das Wehrressort verstärkt in Konkurrenz mit zivilen Arbeitgebern und anderen staatlichen Einrichtungen und Behörden. Die Bundeswehr hat die Zeichen der Zeit erkannt und versucht, mit entsprechenden Maßnahmen, die Bewerberlage für die kommenden Jahre zu sichern. Hierzu gehören beispielsweise attraktive Ausbildungsangebote, eine verstärkte Vereinbarkeit von Familie und Dienst und eine bessere Berücksichtigung von bereits vorhandenen Qualifikationen.

Oberst Hans-Joachim Peter ist Unterabteilungsleiter II 1 im Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr. Er ist zuständig für die Personalgewinnung. „Bindung durch Bildung. Das ist unsere Maxime. Wir müssen die jungen Leute erstmal für uns gewinnen. Wenn sie dann bei uns sind, dann müssen wir dafür sorgen, dass sie sich weiter qualifizieren können. Wir haben hervorragende Schulen. Wir wollen ein attraktiver Arbeitgeber sein, deshalb müssen wir unsere internen Systeme stärker nutzen. Hierbei entwickeln wir unsere Mechanismen stets weiter, um den Prozess der Personalentwicklung weiter zu optimieren.“

Rückblickend auf das Einstellungsjahr 2015 konnte die mehr als zufriedenstellende Bedarfsdeckungsquote von 97 Prozent erreicht werden. Allerdings dürfe man hierbei nicht vergessen, dass in einigen Bereichen die Bedarfsdeckung deutlich unter den Zielvorstellungen liege, betonte Peter. So seien es insbesondere die Spezialisten-Tätigkeiten wie beispielsweise der IT-Feldwebel, bei denen die Bedarfsdeckung bei lediglich rund 38 Prozent gelegen habe.

Unter Bezugnahme auf den demographischen Wandel deutete Oberst Peter an, dass sich die Personalgewinnung der Bundeswehr hinsichtlich ihrer Zielgruppe wird umorientieren müssen: „Eine weitere Steigerung bei den Bewerbungen für eine militärische Laufbahn als SaZ wird nicht mehr möglich sein.“

Bei den Offizieranwärtern sei die Bewerberlage nach wie vor sehr gut, stellt der Oberst fest. Das läge auch daran, dass immer mehr junge Leute Abitur machten. Allerdings sei deshalb auch der Druck in den unteren Laufbahnen sehr groß.

Rückläufig war die Situation bei den Freiwillig Wehrdienstleistenden. „Wir waren in der Ausbildungskapazität sehr begrenzt. Wir hatten im Juli 2015 keine freien Ausbildungsplätze mehr. Für das vierte Quartal 2016 werden uns durch die Streitkräfte allerdings bis zu 1.000 weitere Plätze zur Verfügung stehen. Das ist insofern sinnvoll, weil die jungen Leute im Sommer ihr Abitur machen oder ihre schulische Laufbahn beenden. Erst dann können sie zu uns kommen. Das wird für Entspannung sorgen.“

Die Hälfte der Schulabgänger sind Frauen. „Leider sprechen wir aus dieser Gruppe nur einen kleinen Teil an. Wir müssen auf diese Personengruppe gezielter zugehen, indem wir beispielsweise Stellenausschreibungen speziell für Frauen präsentieren.“ Dieses Vorgehen entspreche einer in der zivilen Wirtschaft bereits gängigen und erfolgreichen Praxis.

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Stand vom: 03.03.16 | Autor: 


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