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Studium an der Hochschule Bund – weil es so vielseitig ist!

Ramona Brendel bereitet ihre Diplomarbeit vor. (Quelle PIZ Personal/Julia Haverkos)Größere Abbildung anzeigen

Düsseldorf, 27.01.2016, Julia Haverkos/ PIZ Personal.
Treffpunkt ist eine Düsseldorfer Bundeswehr-Liegenschaft. Die Bürotür steht weit offen. Eine junge Frau mit Pferdeschwanz sitzt am Schreibtisch, gebeugt über Akten und bunt markierte Schemata. Ramona Brendel absolviert gerade ein Praktikum in der Beschädigtenversorgung, um dort für ihre Diplomarbeit zu recherchieren. Nebenbei nahm sie sich Zeit, um dem PIZ Personal über ihr Studium an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung (HS Bund) zu berichten.

Vor etwa zweieinhalb Jahren begann die gebürtige Pfälzerin ihr Studium zur Diplomverwaltungswirtin (FH) an der HS Bund in Mannheim. Die Absolventen erwerben gleichzeitig die Laufbahnbefähigung für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst. Warum sie sich für dieses Studium und den Fachbereich Bundeswehrverwaltung entschieden hat? „Weil es so abwechslungsreich ist und die Bundeswehr viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten für Beamte im gehobenen nichttechnischen Dienst bietet.“

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Die ersten Hürden meistern

Über das Studium informiert hatte sich Ramona im Internet, auf der Seite der Hochschule Bund. Sie bewarb sich und wurde zum schriftlichen Einstellungstest eingeladen. „Der schriftliche Test bestand aus einem Aufsatz zu einem vorgegebenen Thema und einem computergestützten Test. Darin wurden mehrere Wissensgebiete geprüft, zum Beispiel Mathe und Merkfähigkeiten“, beschreibt die 26-Jährige. „Man kommt dabei schon ein bisschen unter Zeitdruck. Da muss man sich dann entscheiden, ob man sich an einer Aufgabe länger aufhält oder lieber mit der nächsten weiter macht. “ schmunzelt sie rückblickend. Einige Zeit später folgte der mündliche Teil des Auswahlverfahrens. „Vor dem mündlichen Test war ich sehr aufgeregt“, gibt Ramona zu. „Ich hielt einen Kurzvortrag und die Auswahlkommission stellte mir alle möglichen Fragen.“ Die sie wohl gut meisterte, denn im Frühsommer 2013 erhielt sie die Einstellungszusage.

Die HS Bund in Mannheim. (Quelle: HS Bund)Größere Abbildung anzeigen

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Theorie...

Los ging`s dann im Herbst 2013. Während des dreijährigen Studiums wechseln sich theoretische Studienabschnitte und Praktika ab. An der HS Bund in Mannheim lernen die angehenden Beamten alles Nötige, um später in den verschiedenen Bereichen der Bundeswehrverwaltung einsetzbar zu sein. Ramona zählt auf: „Zivilrecht, Staatsrecht, Verwaltungsrecht, BWL, VWL und natürlich die Bundeswehr-spezifischen Fächer. Das sind beispielsweise Beschaffung, Verpflegung und Bekleidung.“ Sie fügt hinzu: „Außerdem gibt es eine Fremdsprachenausbildung und die praxisbezogenen Lehrveranstaltungen, in denen wir uns beispielsweise mit dem Datenverarbeitungssystem der Bundeswehr, SASPF, vertraut machen konnten.“ Ramona wohnt mit ihrem Ehemann nicht allzu weit von der Hochschule entfernt und pendelt daher täglich. Andere Studenten, deren Wohnort weiter weg ist, sind in der Nähe des Campus untergebracht. Da die Studenten bereits Beamte auf Widerruf sind, erhalten sie während des gesamten Studiums Anwärterbezüge.

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...und Praxis

In den Praktika lernte die Studentin im Bundeswehrdienstleistungszentrum Bruchsal Abteilungen wie Objektmanagement, Personal und Beschaffung kennen. Im Karrierecenter Stuttgart begleitete sie einen Karriereberater und den Berufsförderungsdienst.

Nun ist sie bereits im dritten Praktikum, in dem auch die Diplomarbeit geschrieben wird. Ramonas Thema: „Prozessanalyse und Optimierungsansätze am Beispiel des Wehrdienstbeschädigungsantragsverfahrens.“ Klingt kompliziert! Ramona lacht: „Ich bin durch das Unterrichtsfach „Soziales Entschädigungsrecht“ an der Hochschule darauf gekommen. Die Bundeswehr hat die komplette Aufgabe der Beschädigtenversorgung ja erst Anfang 2015 übernommen. Ich hoffe, dass ich mithelfen kann, hier die Abläufe zu optimieren.“

Die hilfsbereiten Kollegen aus der Beschädigtenversorgung erklären Ramona anhand von Beispielfällen die Abläufe. (Quelle: PIZ Personal/Julia Haverkos)Größere Abbildung anzeigen

Ideal dafür ist, dass sie einen Teil des Praktikums nutzen konnte, um in der Beschädigtenversorgung zu recherchieren. Sie schaute sich Akten an, teilte einen Fragebogen an die Mitarbeiter der Abteilung aus und sprach mit Verantwortlichen bei den Schnittstellen, etwa mit einem Truppenpsychologen beim Einsatzführungskommando. „Alle waren sehr hilfsbereit und haben mir vieles erklärt. Ich fühle mich gut informiert und vorbereitet!“ In den nächsten vier Wochen kann Ramona sich voll und ganz auf das Schreiben der Diplomarbeit konzentrieren. Danach folgt noch ein Studienabschnitt, der sie auf die Laufbahnprüfungen vorbereiten wird.

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Und was kommt dann?

„Wir haben die Möglichkeit, bei unserem Personaleinplaner Wünsche anzugeben, wo oder in welchen Bereichen wir nach dem Studium arbeiten möchten. Ein paar Monate vor der Abschlussprüfung wird dann geschaut, wo es freie Stellen gibt und wie die mit unseren Wünschen unter einen Hut gebracht werden können.“ Ramona haben alle Tätigkeiten, die sie bisher in der Bundeswehrverwaltung kennen gelernt hat, gefallen. Ganz besonders aber die des Karriereberaters und des Objektmanagers, denn hier wechseln sich Bürotätigkeiten und Außendienst ab.

Ramona, wir wünschen Dir viel Erfolg für das restliche Studium und die anschließende Berufslaufbahn!

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Stand vom: 27.01.16 | Autor: 


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