Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Büyüksehir’de okumak – Studieren in Istanbul

Büyüksehir’de okumak – Studieren in Istanbul

Ein Aufenthalt im Ausland mit der Bundeswehr – das bedeutet nicht automatisch „Auslandseinsatz“. Ein gutes Beispiel hierfür bietet Leutnant Mike Dulz. Er studiert im Rahmen seiner Ausbildung zum Offizier an der Universität der Bundeswehr in München. Doch seit September 2015 befindet er sich nach dem Bestehen eines Auswahlverfahrens im Auslandsstudium. Erasmus +, das Förderprogramm der Europäischen Union, macht es möglich. Die Stadt, die er für insgesamt 6 Monate besuchen wird, ist die Büyüksehir – die Metropole Istanbul.

Vortrag an der OKAN Üniversitesi zusammen mit weiteren Erasmus-Studenten.

Vortrag an der OKAN Üniversitesi zusammen mit weiteren Erasmus-Studenten. (Quelle: privat/Dulz)Größere Abbildung anzeigen

Im Hauptfach studiert Mike Dulz Bildungs- und Erziehungswissenschaften. Doch es sind seine Schwerpunktfächer, die ihn persönlich für das Auslandsstudium qualifizieren: Interkulturelle Medien und Erwachsenenbildung. „Man taucht in eine andere Kultur ein. Dies beginnt bei kleinen aber feinen Unterschieden in der Körpersprache und reicht bis zum Ruhen lassen der Arbeit für das Freitagsgebet“, beschreibt Dulz die offensichtlichsten Unterschiede. In München bewohnt Mike Dulz auf dem Campus ein Einzelzimmer. Hier in Istanbul ist bereits das Wohnen ein Erlebnis. Zusammen mit zwei türkischen jungen Menschen bilden die drei eine WG – täglicher kultureller Austausch inbegriffen. „Es ist sehr interessant die Gemeinsamkeiten aber auch die Unterschiede der Kulturen so nahe miterleben zu können. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung.“

nach oben

Unser Mann in Istanbul: Leutnant Mike Dulz.

Unser Mann in Istanbul: Leutnant Mike Dulz. (Quelle: privat/Dulz)

Multi-Lingual: Als Deutscher auf Englisch in der Türkei studieren

Das Studium findet an der OKAN Üniversitesi in Tuzla statt. Sie ist eine der Partnerhochschulen der Universität der Bundeswehr München. Die meisten Vorlesungen und Seminare finden in englischer Sprache statt. Zusätzlich kann an der OKAN Üniversitesi ein Türkisch-Anfängerkurs besucht werden. Dieser soll dabei helfen, sich im täglichen Leben in Istanbul zurechtzufinden. „Alltägliches Leben ist so eine Sache. In den ersten Wochen wird man von so vielen Reizen auf einmal überflutet, dass man gar nicht weiß wohin damit. Irgendwann stellt man sich darauf ein. Dann weiß man auch als Ausländer, was in etwa wie viel kostet oder dass man auch nachts einfach aufgrund der vielen Autos im Stau stehen kann“, beschreibt Leutnant Dulz seine ersten Eindrücke.

nach oben

Nicht nur im Hörsaal aktiv: Heißluftballons in Kappadokien.

Nicht nur im Hörsaal aktiv: Heißluftballons in Kappadokien. (Quelle: privat/Dulz)Größere Abbildung anzeigen

Multi-National: Gemeinsam mit anderen Erasmus-Studenten

Das Studium bietet allerdings noch mehr. Dadurch, dass man über das Erasmus + Programm studiert, findet nicht nur ein reger Austausch mit den türkischen „Buddys“ statt. Studierende verschiedenster europäischer Nationen treffen hier zusammen. „Dies fängt bei weiteren Deutschen an und führt über Franzosen und Spaniern zu Polen und Ungarn.“ Das vor Ort zuständige Erasmus + Team ist zusätzlich für gemeinsame Aktionen und Ausflüge da. Ob Istanbul-Erkundungstour, Strandurlaub in Antalya oder eine Fahrt mit dem Heißluftballon über Kappadokien: Es wird auch außerhalb des Studiums sehr viel geboten.

nach oben

Über Umwege ans Ziel

Natürlich steht aber die akademische Ausbildung im Mittelpunkt und das Erasmus + Team ist der erste Ansprechpartner bei allen Studienangelegenheiten. „Zum Beispiel hatte ich selbst noch in Deutschland zu meinem Studium passende Kurse herausgesucht. Vor Ort musste ich dann aber feststellen, dass einige der von mir gewählten Veranstaltungen doch nur in türkischer Sprache abgehalten werden.“ Durch die flexible und umfassende Beratung im Erasmus + Office konnten letztlich aber alle Unklarheiten beseitigt werden. „Ich besuche jetzt alternative Vorlesungen, die inhaltlich ebenfalls zu meinem Studium passen und bei denen zudem auf Englisch unterrichtet wird.“ Das zeigt, dass es nicht nur im privaten Bereich, sondern auch an der Hochschule gelegentlich einiger Umwege bedarf, um am Ende zum Ziel zu gelangen. Obwohl es daher die eine oder andere Herausforderung zu meistern galt, bleibt Istanbul auch nach mehreren Wochen für Dulz noch immer reizvoll. „Ich bin nun seit 5 Monaten hier. Trotzdem kann ich jeden Tag meine Haustüre verlassen und entdecke wieder etwas Neues, von dem ich vorher noch nicht einmal etwas geahnt habe!“

Eine der zahlreichen Sehenswürdigkeiten Istanbuls: Die Blaue Moschee.

Eine der zahlreichen Sehenswürdigkeiten Istanbuls: Die Blaue Moschee. (Quelle: privat/Dulz)Größere Abbildung anzeigen

Alles in allem, soviel steht bereits jetzt fest, ist der Auslandsaufenthalt für Dulz eine absolute Bereicherung. „So viel Lebenserfahrung, Eindrücke in eine fremde Kultur und Impressionen würde ich zuhause nicht sammeln. Ich bin sehr froh, diesen Studienaufenthalt machen zu dürfen“, so Dulz.

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 18.05.16 | Autor: 


http://www.personal.bundeswehr.de/portal/poc/pers?uri=ci%3Abw.pers&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB120000000001%7CA7AFJE454DIBR