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Mit Umweg an die Uni: Feldwebelstudium bei der Bundeswehr

Der Studiengang „Wirtschaftsingenieur für Feldwebel“ schafft zum Ende der Dienstzeit optimale Voraussetzungen für den Start in die Wirtschaft. (Quelle Christoph Paul/PIZ Personal)Größere Abbildung anzeigen

Köln, 11.02.2016, PIZ Personal/Lars Koch.
Die Kultusministerkonferenz hat 2012 den Weg geebnet: Handwerksmeister und Bachelorabsolventen sind auf dem gleichen Bildungsniveau einzustufen. Dies bedeutet eine klare Aufwertung der Berufsbildung. Eine Chance, die auch der Arbeitgeber Bundeswehr aufgegriffen hat: der dritte Bildungsweg für die Feldwebel, eine Laufbahn, die im zivilen Bereich mit der Meisterebene vergleichbar ist.

An der Universität der Bundeswehr München gibt es viele Kooperationsprogramme, um den Studierenden eine möglichst breite Ausbildung zu ermöglichen. Eine dieser Kooperationen ist hierbei etwas Besonderes: zusammen mit der zivilen Hochschule in Reutlingen wurde das Projekt „WING“ gestartet. WING steht für „Wirtschaftsingenieur für Feldwebel“. Ziel des Studiums: Feldwebeln der Bundeswehr am Ende ihrer Dienstzeit als Zeitsoldat den Bachelor-Abschluss als Wirtschaftsingenieur (B. Eng.) zu ermöglichen. Dadurch werden optimale Voraussetzungen geschaffen, um nach 13 Jahren Bundeswehr in der Wirtschaft oder dem gehobenen öffentlichen Dienst durchzustarten.

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Eintrittskarte: die Ausbildung beim „Bund“

Oftmals können Studierende fachlich auf ihrem bei der Bundeswehr erworbenen Handwerksmeister aufbauen. Lars Steenken, ehemaliger Zeitsoldat und Angehöriger des ersten Studienjahrgangs: „Da ich bei der Bundeswehr bereits den Titel eines Feinmechanikermeisters erworben hatte, hielt ich es für den nächsten logischen Schritt, ein technisches Studium zu beginnen. Mit einem hochwertigen Bildungsabschluss ist es schließlich einfacher, den Übergang in das zivile Berufsleben zu ermöglichen.“ Eine weitere Motivation für Steenken war es, seine Familie langfristig finanziell abzusichern.

Das Studium knüpft direkt an die Berufserfahrung von Feldwebeln der Bundeswehr an. Die Voraussetzungen, um einen Platz im Hörsaal zu bekommen: eine Berufsausbildung, Berufspraxis und eine erfolgreiche Meister- oder Technikerprüfung.

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Optimale Voraussetzungen für den Zivilberuf

Der Einstieg in das zivile Berufsleben sieht dann auch sehr positiv aus: lediglich 5 Prozent der Wirtschaftsingenieure warten nach ihrem Abschluss länger als sechs Monate bis zu einer Einstellung. Und sie erzielen die attraktivsten Einstiegsgehälter unter Akademikern (Quelle: Studentenspiegel).

Ihre Tätigkeitsfelder liegen insbesondere in der Produktion, der Logistik, im Marketing, im Controlling und in der Unternehmensberatung.

Das Feldwebelstudium – ein weiterer Beleg für Ansatz, dass jeder die Bundeswehr mit einer höheren Qualifikation verlässt als er sie betreten hat.

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Offene Fragen? Der Facebook-Kanal der Bundeswehr hilft

Das Feldwebelstudium ist morgen, am 17. Februar 2016 auch Thema auf dem Facebook-Kanal der Bundeswehr. Hier können Sie Fragen dazu stellen und bekommen in unserem „Question & Answer“ von 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr Antworten von angehenden Wirtschaftswissenschaftlern.

„Zugangsvoraussetzungen“


Das Studium kann – auch ohne Abitur – unter folgenden Voraussetzungen aufgenommen werden:

  • Nachweis einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung und daran anschließender dreijähriger Berufspraxis in einem dem Studiengang fachlich nahen Tätigkeitsfeld oder
  • erfolgreiche Meister- oder Technikerprüfung oder
  • Fachhochschulreife/Allgemeine Hochschulreife

Eine weitere Voraussetzung ist eine vorherige Tätigkeit in der Feldwebellaufbahn der Bundeswehr. Hierfür ein gesondertes Auswahlverfahren – das sogenannte Assessment – an einem der Karrierecenter der Bundeswehr notwendig. Nach erfolgreichem Assessment schließt sich eine Verpflichtung bei der Bundeswehr von in der Regel 12 Jahren an. Zusätzlich sind die einzelnen Ausbildungsabschnitte bis zum Bestehen der fachlichen und militärischen Laufbahnprüfung zum Feldwebel – also der Meisterausbildung – zu absolvieren.


Weitere Details entnehmen Sie bitte den „Weiterführenden Informationen“ auf dieser Seite.

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Stand vom: 03.03.16 | Autor: 


http://www.personal.bundeswehr.de/portal/poc/pers?uri=ci%3Abw.pers&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB120000000001%7CA72KTC998DIBR