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CeBIT 2016 – IT-Jobs dominieren den Arbeitsmarkt

Der Arbeitgeber Bundeswehr bietet eine Vielzahl an interessanten Jobs in der IT-Branche

Der Arbeitgeber Bundeswehr bietet eine Vielzahl an interessanten Jobs in der IT-Branche (Quelle Harry Funk/PIZ Personal)Größere Abbildung anzeigen

Hannover, 22.03.2016.
Auf der weltweiten größten Messe für Informationstechnik präsentierte sich die Bundeswehr vom 14. bis 18. März in Hannover mit einem großen Messestand. Mit zahlreichen Ausstellungsstücken erklärte Oberfeldwebel Daniel Wittwer zusammen mit seinen Kameraden anschaulich, was die Bundeswehr im Bereich der IT-Unterstützung leistet und leisten kann. Besonderes Augenmerk lag dabei auf den zukunftssicheren IT-Jobs, an denen die Bundeswehr nach wie vor einen hohen Bedarf hat.

Denn mit rund 1 Milliarde Euro IT-Budget pro Jahr, mehr als 21.000 IT-Dienstposten, mindestens 1.500 freien Jobs im IT-Bereich sowie zahlreichen Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten, ist die Bundeswehr ein attraktiver und zugleich einer der größten deutschen Arbeitgeber in diesem Marktsegment.

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Ein Job mit Zukunft

Die CeBIT bietet ihren Besuchern schon immer die aktuellsten Trends und Produktenwicklungen aus der IT-Branche. So ließen sich auch in diesem Jahr eine Vielzahl an technologischen Neu- und Weiterentwicklungen entdecken. Doch diese Technologien müssen erst einmal entwickelt, bedient oder gesteuert werden (können). Insbesondere im professionellen Bereich sind hierfür zumeist teils umfangreiche Ausbildungen oder gar Studiengänge notwendig. Ein Beispiel dafür ist Daniel Wittwer, IT-Feldwebel bei der Bundeswehr. Am Messestand spricht der Oberfeldwebel über seine Erfahrungen in diesem Beruf.

Oberfeldwebel Daniel Wittwer erklärt die „Indoor-Unit". Sie verbindet die RBM-Antenne mit deren Nutzern.

Oberfeldwebel Daniel Wittwer erklärt die „Indoor-Unit". Sie verbindet die RBM-Antenne mit deren Nutzern. (Quelle: Harry Funk/PIZ Personal)Größere Abbildung anzeigen

„Nach einer zivilen Lehre als Koch habe ich festgestellt, dass Schichtdienst und lange Arbeitszeiten bei gleichzeitig schlechter Bezahlung nicht das Richtige für mich sind. Ich wollte lieber klare Strukturen mit festen Arbeitszeiten“, erzählt der 29-jährige Soldat. Also ging er als Freiwilligen Wehrdienst Leistender 2006 zunächst zum Führungsunterstützungsbataillon nach Havelberg. Bereits nach drei Monaten gefiel ihm der Job so gut, dass er sich als Zeitsoldat für 13 Jahre verpflichtete und IT-Feldwebel wurde. Die Berufsausbildungen zum IT-Systemelektroniker und Netzwerkadministrator absolvierte er komplett über die Bundeswehr. Obendrauf gab’s noch die Weiterbildung auf Meisterebene zum „Operativen Professional“. Damit ist er IHK-geprüfter IT-Projektleiter – Qualifikationen, die auch außerhalb der Bundeswehr durch die zunehmende Digitalisierung zunehmend stärker nachgefragt sind.

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Das Besondere am Job IT-Feldwebel

Hat Spaß an seinem Job: IT-Feldwebel Daniel Wittwer

Hat Spaß an seinem Job: IT-Feldwebel Daniel Wittwer (Quelle: Harry Funk/PIZ Personal)Größere Abbildung anzeigen

„Die Bandbreite der Fähigkeiten, die wir hier ableisten, ist schon besonders“, sagt Oberfeldwebel Wittwer. Zu den Fachkenntnissen in der IT kommen die militärischen Fertigkeiten, die jeder Soldaten beherrschen muss. „Außerdem sind da noch die Spezialfertigkeiten zum Beispiel als Ausbilder in der Waffenausbildung oder im Geländedienst. Schulungen zum Ausbilder werden in zivilen Berufen deutlich seltener angeboten. Bei der Bundeswehr wird dagegen jeder Feldwebel zum Ausbilder geschult und muss das können“, sagt Wittwer, der selber regelmäßig in Gerolstein ausbildet.

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Mobiles Führungssystem der Luftwaffe

Zu Gast im Container: Ein Offizier erklärt den Aufbau des mobilen Gefechtsstandes

Zu Gast im Container: Ein Offizier erklärt den Aufbau des mobilen Gefechtsstandes (Quelle: Harry Funk/PIZ Personal)Größere Abbildung anzeigen

Im Standbereich konnten die Besucher einen Container der Luftwaffe betreten, der einen mobilen Gefechtsstand für das Waffensystem „Eurofighter“ veranschaulicht. Interaktiv führt ein Offizier das Publikum auf einem Smartboard durch die Räume eines vollständig aufgebauten Gefechtsstandes. „Alles was ich für den Betrieb eines Eurofighters auf dem Flugplatz IT-technisch brauche, ist in den Containern dabei“, so der Hauptmann. Das modular aufgebaute System aus 20-Fuß-Containern lässt sich innerhalb von 24 Arbeitsstunden mit 10 Personen aufbauen. Jeweils zwei können pro LKW verladen werden. Der Gefechtsstand beinhaltet unter anderem einen Briefingraum in dem sich die Piloten Wetterinformationen und Flugdaten anzeigen lassen können und Bürocontainer zur Flugplanung. In Container der Operationszentrale arbeitet der Führungsstab. Hier werden die Einsätze geleitet. Alle Arbeitsräume sind mit aktuellen IT-Standards ausgerüstet, die das Personal bereits aus ihren Büros in Deutschland kennt.

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Eindrücke vom Messestand der Bundeswehr erhalten Sie über diesen Videoclip:

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Moderne Technik zur Telekommunikation

Die RBM-Satellitenantenne auf dem Dach des Ausstellungscontainers

Die RBM-Satellitenantenne auf dem Dach des Ausstellungscontainers (Quelle: Harry Funk/PIZ Personal)Größere Abbildung anzeigen

Dieser mobile Gefechtsstand kann entweder über im Einsatzland vorhandene Telekommunikationsnetze oder beispielsweise über die Satellitenantenne RBM (Receive Broadcast Management) zwischen Einsatzort und jedem beliebigen anderen Ort kommunizieren. Damit arbeitet Wittwer fast täglich. „Die Antenne befindet sich dort auf dem Dach“, sagt Wittwer und zeigt Richtung RBM. Neben ihm steht die sogenannte „Indoor-Unit“. „Darin befindet sich alles, was ich zum Betrieb der Satellitenanlage benötige, also Modem, Router und Akkus, falls einmal die Stromversorgung zusammenbricht.“ Das System überträgt dabei sämtliche Daten wie beispielsweise E-Mails, VOIP, Videostreams und anderes Bildmaterial. Der Aufbau ist jedoch keine leichte Angelegenheit: „Komplett mit allem Zubehör wiegt das System rund 250 kg. Mit drei Personen ist das also nicht ganz einfach zu transportieren aber innerhalb von 30 Minuten aufgebaut“, erläutert der Oberfeldwebel.

Das Kleinstnetzwerk (links) und die "Indoor-Unit" sind typisches Werkzeug für IT-Soldaten

Das Kleinstnetzwerk (links) und die "Indoor-Unit" sind typisches Werkzeug für IT-Soldaten (Quelle: Harry Funk/PIZ Personal)Größere Abbildung anzeigen

Neben der Antenne ist das Kleinstnetzwerk ausgestellt. Es ist im Prinzip ein mobiles „WLAN im Rucksack“ und kann das Lager unter optimalsten Bedingungen im Umkreis von 300 Metern kabellos an das Netzwerk anbinden.

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Oberfeldwebel Daniel Wittwer beschreibt die Satellitenantenne „RBM“

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Erfolgreiche Messewoche

Auf eine gelungene Woche blickt das Messestandpersonal zurück. Immer wieder war der Stand so gut besucht, dass sich die Besucher sprichwörtlich zu den Ausstellungsstücken „durchkämpfen“ mussten. Daniel Wittwer zeigt sich sehr erfreut über den hohen Andrang und rät: „Wer Interesse an Informationstechnik hat, teamfähig ist aber auch eine gewisse körperliche Leistungsfähigkeit besitzt, für den bieten die IT-Jobs der Bundeswehr eine attraktive und zukunftssichere Perspektive.“ Weitere Informationen erhalten Bewerberinnen und Bewerber über ihr zuständiges Karriereberatungsbüro (siehe Link in der Randspalte).

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Stand vom: 22.03.16 | Autor: 


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